Märkte im Minus Dax steuert Jahrestief an

Der Aktienmärkte stehen weiter unter dem Eindruck einer möglichen globalen Wirtschaftskrise. Rezessionsängste haben die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt und den Dax beinahe auf einen Jahrestiefstand gedrückt.


Frankfurt auf Main/New York - Die deutsche Börse verbuchte am Mittwoch einmal mehr hohe Verluste. Der Leitindex Dax fiel um 4,46 Prozent auf 4571,07 Punkte. Das Börsenbarometer lag damit nur noch knapp über dem Jahrestief von 4544 Zählern vom 10. Oktober. Der MDax Chart zeigen verlor 4,34 Prozent auf 5353,69 Zähler, der TecDax Chart zeigen 5,44 Prozent auf 530,97 Punkte.

Börsianer in Frankfurt: Anleger in Deckung
REUTERS

Börsianer in Frankfurt: Anleger in Deckung

Größte Verlierer im Dax waren Hypo Real Estate Chart zeigen und Metro Chart zeigen mit über zehn Prozent und Daimler Chart zeigen mit fast acht Prozent. Einzige Werte im Plus waren Infineon Chart zeigen mit fast 3 Prozent und Volkswagen Chart zeigen mit 0,1 Prozent.

Auch andere Börsen konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. An der Wall Street gab der Dow Jones Chart zeigen in den ersten Handelsstunden 351 Zähler oder fast vier Prozent ab. Der Schweizer Leitindex SMI Chart zeigen verlor 4,1 Prozent, in London und Paris zeigten die Börsen bis zum späten Nachmittag ebenfalls Abschläge um vier beziehungsweise fast fünf Prozent. In Tokio stürzte der Nikkei Chart zeigen um 6,79 Prozent auf 8674,69 Zähler. In Hongkong verlor der Hang Seng Chart zeigen 5,2 Prozent. Der Shanghai Composite Index sank um 3,2 Prozent.

Der Euro in Dollar Chart zeigen gab im morgendlichen Handel bis auf 1,2736 Dollar nach. Sein Referenzkurs wurde am Nachmittag mit 1,2843 Dollar festgestellt, nach 1,3184 Dollar am Dienstag. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. November 2006.

Konjunktursorgen, Befürchtungen, dass den Unternehmen die Gewinne wegbrechen werden, und der schwache Euro sorgten für bröckelnde Kurse, sagte der Frankfurt Aktienhändler Christoph Schmidt von der Wertpapierhandelsbank Fleischhacker. "Es fehlen mutige Käufer am Markt." Keiner wage sich zurzeit aus der Deckung. Vielmehr würden vereinzelt Kursgewinne genutzt, um wieder aus dem Markt zu gehen.

Ähnlich äußerten sich auch US-Börsianer. "Die Stimmung zu Wochenbeginn war noch gut, weil sich die Lage am Kreditmarkt verbessert hat. Aber gestern und heute hat uns eine Flut enttäuschender Quartalsergebnisse erschüttert", sagte Analyst Arthur Hogan von Jefferies & Co. "Ich fürchte, es wird eine ziemlich düstere Berichtssaison, obwohl wir unsere Erwartungen schon heruntergeschraubt haben. Das Problem ist, dass alle auf den Ausblick schauen - und der Ausblick ist meist glanzlos oder schrecklich."

suc/dpa/Reuters/AP



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