Magere Zeiten Diät-Firma Atkins ist pleite

Jahrelang war die Atkins-Diät die beliebteste Schlankheitskur der USA. Inzwischen schmähen immer mehr Amerikaner das umstrittene Fleisch-und-Fett-Regime, die angeschlagene Firma Atkins Nutritionals musste Insolvenz beantragen.


Amerikaner bei kleiner Zwischenmahlzeit: Ende der Steak-Diät
DPA

Amerikaner bei kleiner Zwischenmahlzeit: Ende der Steak-Diät

New York - Kohlenhydrate sind verantwortlich für Übergewicht, so das Mantra des 2003 verstorbenen US-Diätgurus Robert Atkins. Wer abnehmen wolle, müsse Pasta und Brot meiden und solle stattdessen lieber Steaks und Eier essen, so der Ernährungsexperte.

Millionen Menschen folgten Atkins' Ratschlägen, vor allem in den USA. Konsumenten ließen sich im Fastfood-Restaurant ihren Hamburger in ein Salatblatt einwickeln. Aktien von Eierproduzenten gingen durch die Decke, während Hersteller zuckrigen Orangensafts aus Florida herbe Absatzrückgänge beklagten.

Inzwischen ist die Welle abgeebbt und die Firma Atkins Nutritionals steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Wie ein Sprecher des Unternehmens am Sonntag bekannt gab, hat das Unternehmen aus Ronkomkoma (Staat New York) Gläubigerschutz beantragt. Unter dem so genannten Chapter 11 muss Atkins zunächst seine Forderungen nicht bedienen, der Geschäftsbetrieb läuft weiter.

Das nicht börsennotierte, 1989 von Robert Atkins gegründete Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits eine Einigung mit der Mehrheit seiner Gläubiger erzielt. Zu den Eigentümern gehören unter anderem die Kapitalgesellschaften Parthenon und Goldman Sachs Capital Partners.



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