Mannesmann/Vodafone Bestechungsverdacht gegen Esser erhärtet?

Der Ex-Chef von Mannesmann, Klaus Esser, gerät angeblich weiter in Bedrängnis. Nach Vernehmungen soll sich der Verdacht gegen ihn erhärtet haben.


Klaus Esser: Abfindung oder Bestechung?
AP

Klaus Esser: Abfindung oder Bestechung?

Düsseldorf - Esser habe in seinen Vernehmungen die Vorwürfe gegen ihn nicht entkräften können, sondern eher neue Verdachtsmomente geliefert, berichtet der "Stern" unter Berufung auf Sonderermittler des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen. Der Untreue-Verdacht gegen den früheren Mannesmann-Chef habe sich damit weiter erhärtet.

Inzwischen ermittle eine Sonderkommission gegen Esser und weitere Verdächtige, heißt es in dem Bericht. Dazu zählten auch der einstige Mannesmann-Aufsichtsrat und designierte Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und neuerdings auch Vodafone-Chef Chris Gent. Ein Sprecher des Landeskriminalamts wollte dazu am Mittwoch keine Stellung nehmen. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft sagte, der Bericht werde noch geprüft.

Bei den Ermittlungen geht es um die Abfindungen an die Mannesmann- Konzernspitze in Höhe von 100 Millionen Mark (51,1 Millionen Euro). Allein Esser soll 60 Millionen Mark erhalten haben. Die Ermittler prüfen, ob die Rekordabfindung in Wahrheit Bestechungsgeld war, mit dem Esser zum Aufgeben seines Widerstands gegen die Übernahme durch Vodafone bewegt worden sein könnte. Sowohl Esser wie auch Vodafone-Chef Chris Gent haben die Vorwürfe zurückgewiesen.



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