McDonald's Burger ohne Genfrei-Garantie
Hamburg - McDonald's behauptet in einem Flyer, dass "Gäste in jedem Fall" über den Einsatz von Biotechnik in den Produkten aufgeklärt würden - falls es "in Zukunft" dazu kommen sollte. Allerdings hatte die Firma gegenüber Foodwatch bereits eingeräumt, die Nutzung von Gentechnologie zur Frikadellenproduktion gar nicht verhindern zu können. Grund: Der Konzern habe "explizit keinen Einfluss" darauf, "wie die Tiere während ihrer Haltung gefüttert" würden.
Obwohl McDonald's seine Gäste aber nicht darüber aufklärt, dass sie vielleicht schon jetzt Burger von mit Gensoja oder Genmais gepäppelten Rindern verspeisen, fanden die Münchner Richter jetzt in einem Beschluss im Rechtsstreit zwischen McDonald's und Foodwatch, dass dies nicht mit der Werbung in Widerspruch stehe. Begründung: Der "verständige Endverbraucher" wisse, dass sich die Genfrei-Werbung nur auf die "verarbeiteten Endprodukte" der Schnellrestaurants beziehe.
Thilo Bode, Geschäftsführer von Foodwatch, klagt, das deutsche Recht lasse den Verbraucher schutzlos: "Er wird einfach für so klug erklärt, dass man ihm zumuten kann, sich anschmieren zu lassen."