McFadden Eigeninteresse in allen Lebenslagen


Daniel McFadden wurde 1937 in Raleigh/North Carolina geboren. Seinen Doktor in Behavioral Science/Fachrichtung Ökonomie machte er 1962 an der Universität von Minnesota. Von 1963 bis 1979 lehrte er an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Nach einem längeren Ausflug ans Massachusetts Institute of Technology kam er 1990 nach Berkeley zurück.

Bekannt ist er vor allem für die ausgefeilte Theorie der "diskreten Wahlentscheidung", einer Entscheidung zwischen festgesetzten Alternativen. Seine Theorie sei offensichtlich, erklärte McFadden am Mittwoch. "Ich habe Anfang der sechziger Jahre einfach die ökonomische Theorie des Eigeninteresses auf die großen Entscheidungen des Lebens ausgedehnt: Die Entscheidung, wann man heiratet, wie viele Kinder man haben sollte, welchen Beruf man ergreift."

McFadden entwickelte statistische Methoden, mit denen man die Entscheidungen Einzelner erfassen und vorhersagen konnte. Die gewonnenen Daten wurden unter anderem zur Planung von Transport- und Telefonsystemen verwendet.

Das Preisgeld will er in sein Weingut in Nordkalifornien investieren.



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