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BAUSPARKASSEN Mehr Aktien für Betriebsräte

aus DER SPIEGEL 45/2000

Beim BHW, Deutschlands zweitgrößter Bausparkasse, werden wichtige Betriebsräte besonders pfleglich behandelt. Beim Börsengang im April 1997 zählten auch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und sein Stellvertreter zu dem kleinen Kreis der Auserwählten, die reichlich Aktien zum Ausgabekurs von 26 Mark bekamen: Jeder, so klagt jetzt ein einfaches Betriebsratsmitglied vor dem Arbeitsgericht Hameln, durfte damals 6153 Aktien zeichnen - die übrigen Betriebsräte hätten wie die normalen Angestellten maximal 768 Aktien bekommen. Nach dem Betriebsverfassungsgesetzes darf ein Betriebsratsmitglied weder benachteiligt noch begünstigt werden. Das BHW hält »die Vorwürfe für unbegründet«. Ob sich die Spitzen-Betriebsräte beim derzeitigen Kurs von 24,40 Euro nach Ablauf der Haltefrist über einen steuerfreien Gewinn von gut 130 000 Mark freuen können, ist offen. Wie viele Aktien die beiden geordert haben, fällt für das BHW unter das Bankgeheimnis.

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