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Mehr Kohle und Gas aus den USA?

aus DER SPIEGEL 33/1981

US-Präsident Ronald Reagan läßt nicht locker: Er möchte die Deutschen doch noch vom geplanten Röhrengeschäft mit der Sowjet-Union abbringen. In Washington wird derzeit über Pläne nachgedacht, wie durch engere deutsch-amerikanische Zusammenarbeit in der Energieversorgung der Gas-Deal mit dem Osten verhindert werden könnte. Bei dem 20-Milliarden-Mark-Geschäft sollen Mannesmann und andere Firmen 5000 Kilometer Pipeline liefern, die Sowjets schicken dafür dann von Mitte der 80er Jahre an jährlich 40 Milliarden Kubikmeter Gas nach Westeuropa. Schon auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Ottawa hatte Reagan angeboten, mehr US-Kohle zu liefern. Auch Flüssiggas-Lieferungen sind im Gespräch. Ende des Monats will Reagan zwei hohe Beamte nach Bonn schicken. Sie sollen Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff das US-Angebot erläutern. Lambsdorff hält nicht viel davon. Das alles könne das Sowjetgas nicht ersetzen. Im übrigen aber, meint der Minister, seien die Deutschen natürlich zu jeder Zusammenarbeit mit den USA in der Energiepolitik bereit.

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