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AIRBUS Merkel kämpft für Standort Deutschland

aus DER SPIEGEL 6/2007

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich persönlich für die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie einsetzen. Sie wird sich noch vor dem 20. Februar, an dem die Konzernführung von EADS ihren Sanierungsplan bekanntgeben will, mit EADS-Chef Louis Gallois treffen. Dabei will Merkel darauf drängen, dass die deutschen Standorte beim Stellenabbau nicht überproportional belastet und wichtige Kompetenzen nicht nach Frankreich verlagert werden. Arbeitnehmervertreter fürchten, dass Gallois das Sparprogramm nutzen könnte, um Frankreich endgültig die Führungsrolle in dem europäischen Gemeinschaftsunternehmen zu sichern. Gestritten wird beispielsweise um die Aufgabenverteilung beim geplanten neuen Langstreckenjet A350. So soll die Endmontage des A350 in Toulouse erfolgen. Am Freitag vergangener Woche setzten sich auf Protestkundgebungen vor den Airbus-Werken bereits Landespolitiker für die deutschen Standorte ein. Ihren Einfluss wollen sie nun verstärkt geltend machen. Gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau und privaten Banken übernehmen die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg und Niedersachsen 7,5 Prozent der EADS-Aktien, die DaimlerChrysler verkauft.

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