Verdacht der Steuerhinterziehung Messi muss auf die Anklagebank

Die Staatsanwaltschaft ist mit ihrer Forderung nach einer Einstellung des Verfahrens gescheitert: Der Ermittlungsrichter will Lionel Messi den Prozess wegen Steuerhinterziehung machen. Auch der Vater des argentinischen Fußballstars wird angeklagt.

Lionel Messi (Archiv): Auch der Vater des Argentiniers wird angeklagt
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Lionel Messi (Archiv): Auch der Vater des Argentiniers wird angeklagt


Lionel Messi muss wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung auf die Anklagebank. Der zuständige Ermittlungsrichter entschied in Gava bei Barcelona, dass dem Torjäger des spanischen Fußballmeisters FC Barcelona der Prozess gemacht wird. Auch der Vater des Argentiniers, Jorge Horacio Messi, wird angeklagt. Bei einer Verurteilung drohen sowohl Messi als auch seinem Vater Gefängnisstrafen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor dafür plädiert, nur den Vater unter Anklage zu stellen und das Verfahren gegen den Fußballstar zu den Akten zu legen.

Mit ihrer Forderung konnte sich die Staatsanwaltschaft aber nicht durchsetzen. Die Behörde hatte argumentiert, dass der Fußballer nur auf Anweisung seines Vaters gehandelt und sich in Steuerfragen nicht ausgekannt habe. Messi und seinem Vater, der auch sein Manager ist, wird zur Last gelegt, 2007, 2008 und 2009 das Finanzamt um 4,1 Millionen Euro an Steuern betrogen zu haben.

Die Ermittlungen waren vor zwei Jahren aufgenommen worden. Es geht um die Einnahmen aus Bildrechten des viermaligen Weltfußballers. Um die Steuern zu hinterziehen, sollen Vater und Sohn Briefkastenfirmen in den Steueroasen Belize und Uruguay eingerichtet haben.

mka/dpa/Reuters/sid/AFP



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Michael200669 08.10.2015
1.
Zurecht oder will wirklich einer glauben, das Messi von der ganzen Sache keine Ahnung hat. Die hat er gewiß gehabt.
schraubenzieher 08.10.2015
2. Un-Schuld?
Man muss heute bei irgendwelchem Verdacht im Bereich Fussball wohl eher von Schuld- als von Unschuldsvermutung ausgehen.
chico 76 08.10.2015
3. Nach Hamburger Recht
Bewährung, siehe Schockemöhle mit 11 Mio.Hinterzug. In München würde es Knast bedeuten.
MatthiasPetersbach 08.10.2015
4.
Ich verstehe die Leute schlicht nicht. Das muß irgendwo ne eingebaute Dummheit sein. Würde ich soviel Geld verdienen, würde es mich herzlich wenig interessieren, da irgendwas auch nur ansatzweise zu "optimieren". Da würde ich einmal im Jahr meinen Steuerbescheid zahlen und den Rest auf die Bank tragen - auf ein Sparbuch. Ist irgendwie immer komisch, daß ausgerechnet DIE Leute, die sich um Geld überhaupt keine Sorgen machen müssen, sich mehr Sorgen ums Geld machen als ich. Ist das das Donald-Duck-Syndom?
deus-Lo-vult 08.10.2015
5.
Vielleicht könnte man in dem Zuge gleich die Steuerschulden von Barca und Real eintreiben? Das würde ein ganz schönes Sümmchen für den Staat bedeuten.
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