Michael Dell Krise gilt für die anderen

Der US-Computerkonzern Dell betrachtet die Krise in der Computerbranche als Gesundbrunnen. Die Konkurrenz soll um ihre Marktanteile fürchten.


Lässt sich von den Angriffen der Konkurrenten nicht beirren: Dell-Gründer Michael Dell
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Lässt sich von den Angriffen der Konkurrenten nicht beirren: Dell-Gründer Michael Dell

Hamburg - "Wir würden gerne auf einen Anteil von 40 Prozent kommen", sagte Michael Dell der "Financial Times Deutschland". Von einem ruinösen Preiskrieg, den sein Unternehmen angezettelt haben soll, will der Gründer des Computerherstellers allerdings nichts wissen: "Es sind unsere Wettbewerber, die ihre Personalcomputer mit Verlust anbieten." Langfristig werde sich jedoch jede Hardware verbilligen, was weitere Möglichkeiten für Dell schaffen werde.

Profitieren will Dell auch von den Querelen um die geplante Fusion der US-Computerkonzerne Hewlett-Packard und Compaq. Beide Konzerne müssten sich nun um viele Dinge kümmern, die nicht direkt mit den Kunden zusammenhängen. Dadurch öffne sich für Dell ein Zeitfenster von zwei Jahren, in denen die Mitbewerber abgelenkt seien.

Priorität habe für den Computerkonzern der Ausbau des Geschäfts in großen Unternehmen und die weltweite Expansion. Laut "FTD" hat Dell acht Milliarden Dollar Barreserven in der Kriegskasse. Geplant sei auch eine engere Beziehung zum Computer-Dienstleister EDS. "Unser Umsatzanteil bei Services wird schneller wachsen als der aus dem Produktgeschäft", sagte Dell.

Der Konzern wird am heutigen Donnerstag seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen.



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