Microsoft Gates will Nintendo kaufen

Microsoft-Gründer Bill Gates denkt laut über den Kauf des japanischen Videospieleherstellers Nintendo nach. Wenn die Japaner Interesse hätten, gäbe Gates nach eigenen Angaben sofort ein Gebot ab.


Bill Gates mit Videospiel: Offerte an die Japaner
AFP

Bill Gates mit Videospiel: Offerte an die Japaner

Düsseldorf - Erst kürzlich hat Microsoft Chart zeigen beschlossen, große Teile seiner Barschaft an die Aktionäre auszuschütten. Analysten hatten deshalb spekuliert, dass der Redmonder Konzern in der näheren Zukunft keine größeren Akquisitionen plant.

Umso überraschender ist die Ankündigung von Bill Gates, er habe Interesse am Konsolen- und Spielehersteller Nintendo Chart zeigen. "Wenn (Mehrheitsaktionär) Hiroshi Yamauchi mich anruft, kriegt er mich sofort an die Strippe", sagte Gates der "WirtschaftsWoche". Er erklärte weiter, er würde umgehend ein Angebot abgeben, sofern Verkaufsbereitschaft bestehe. Nintendo gehört mehrheitlich dem japanischen Milliardär Yamauchi.

Microsoft war vor einigen Jahren mit der XBox in den Markt für Konsolenspiele eingestiegen, den sich bis dahin im Wesentlichen Sony (Playstation) und Nintendo (Gamecube) teilten. Hintergrund war die Befürchtung, dass sich vor allem die Playstation als mit DVD und Internetanschluss als Allround-Unterhaltungsgerät etablieren und dem Personal Computer (PC) den Rang ablaufen könnte.

Trotz eines extrem hohen Marketingaufwands ist Microsofts Erfolg jedoch bisher verhalten. Während Nintendo etwas zurückgefallen ist, konnte Sony seine Position als Nummer Eins des Marktes behaupten. Vor allem im Videospieleland Japan rangiert Gates' X-Box unter ferner liefen. Ein Einstieg bei Nintendo würde Microsoft neben einem exzellenten Vertriebsnetz in Japan vor allem eine Reihe zugkräftiger Spielemarken mit einer großen Fangemeinde bescheren, darunter die Mario Brothers oder Pokemon.



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