Microsoft Rekordumsatz und Gewinneinbruch

Bei der Vorstellung der aktuellen Quartalszahlen gab Microsoft zwar einen Rekordumsatz bekannt, gleichzeitig aber gingen die Gewinne drastisch zurück - wegen hoher Aktienoptionen für Mitarbeiter. Betriebssysteme und Office-Produkte bleiben weiterhin die Umsatztreiber des weltgrößten Softwarekonzerns.


Microsoft-Gründer Bill Gates: Große Nachfrage nach Windows XP
EPA/DPA

Microsoft-Gründer Bill Gates: Große Nachfrage nach Windows XP

Seattle - Microsoft hat im zweiten Quartal auf Grund außergewöhnlicher Belastungen einen Gewinneinbruch von 17 Prozent einstecken müssen. Grund für das Minus seien die hohen Vergütungen für Mitarbeiter in Form von Aktien gewesen, so das Unternehmen. Im zweiten Geschäftsquartal, das im vergangenen Dezember endete, machte Microsoft einen Reingewinn in Höhe von 1,55 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal 2002 waren es noch 1,87 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 14 Cent je Aktie, im Vorjahreszeitraum waren es 17 Cent.

Im Gegensatz dazu legte der Umsatz um 19 Prozent zu. Er stieg von 8,54 Milliarden Dollar in 2002 auf jetzt 10,15 Milliarden Dollar. Microsoft-Finanzchef John Connors sagte, es habe eine große Nachfrage nach Windows XP und den Office-Produkten gegeben. Auch zeige der IT-Markt insgesamt Zeichen einer Erholung, was beispielsweise an steigenden Technologieinvestitionen in den Unternehmen zu beobachten sei.

Xbox verkauft sich planmäßig 16 Millionen Mal

Auf dem hart umkämpften Videospielmarkt konnten die Redmonder keinen Durchbruch erzielen. Laut Connors habe Microsoft aber immerhin sein Ziel erreicht, bis Ende Dezember 16 Millionen Stück seiner Konsole Xbox auszuliefern.

Die Anleger reagierten auf die neuesten Quartalszahlen negativ: Die Microsoft-Aktie verlor im Handel an der Wall Street 29 Cents auf 28,01 Dollar und gab im nachbörslichen Handel um weitere 21 Cents nach.

Für die zweite Hälfte des Ende Juni auslaufenden Geschäftsjahres schraubte der Softwarehersteller seine Erwartungen an die PC-Auslieferungen hoch. Grund sei die erwartete Belebung der Firmen- und Verbraucherausgaben. Finanzchef Connors rechnet nun mit einem prozentual zweistelligen Wachstum. Bislang war er von einem Plus im hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.



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