Mieser Jahresauftakt British Airways mit Rekordverlust

Die angeschlagene britische Fluglinie British Airways kommt nicht aus der Krise. Trotz intensiver Sparanstrengungen bleiben die Kosten höher als die Einnahmen. Im ersten Geschäftsquartal dieses Jahres häuften sie sich gar zu einem neuen Rekordverlust.


London - In den drei Monaten bis Ende Juni verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 94 Millionen Pfund. Es ist das erste Mal seit der Privatisierung vor mehr als 20 Jahren, dass die britische Fluglinie in einem Anfangsquartal in die roten Zahlen rutscht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte BA noch einen Gewinn von 35 Millionen Pfund gemacht. Der Umsatz im ersten Quartal schrumpfte um zwölf Prozent auf 1,98 Milliarden Pfund.

Flugzeuge von British Airways: Sparprogramm soll ausgeweitet werden
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Flugzeuge von British Airways: Sparprogramm soll ausgeweitet werden

British Airways Chart zeigen hatte bereits das vergangene Geschäftsjahr bis Ende März mit einem dreistelligen Millionenverlust abgeschlossen und versucht, die Kosten in den Griff zu bekommen.

Unternehmenschef Willie Walsh erklärte am Freitag, die Fluglinie werde die Kosten weiter senken, da der Markt wegen der Wirtschaftskrise "keine Anzeichen der Besserung" zeige. BA hat bereits 4000 Jobs abgebaut. Bis zum Winter 2010 sollen 22 Flugzeuge am Boden bleiben. Rund 7000 Mitarbeiter nehmen zudem an einem Sparprogramm teil, bei dem einige sogar auf ihr Gehalt verzichten.

Insgesamt konnten die Kosten nach Angaben des Unternehmens auf diese Weise um 6,6 Prozent gesenkt werden. Angesichts der schwachen Umsatzentwicklung müsse jedoch noch einiges mehr getan werden, sagte Walsh, der von einem "Kampf ums Überleben" sprach.

Rivale Air France-KLM Chart zeigen hatte am Donnerstag für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 426 Millionen Euro bekanntgegeben. Die Lufthansa Chart zeigen flog im ersten Halbjahr einen Verlust von 216 Millionen Euro ein und rechnet ebenfalls nicht mit einer baldigen Erholung der Lage.

mik/dpa/Reuters/dpa-AFX



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