Milliarden-Offerte Microsoft schluckt norwegischen Suchmaschinen-Konzern

Milliarden für Suchtechnik: Der Softwareriese Microsoft will den norwegischen Konzern Fast Search & Transfer kaufen - einen Spezialisten im Bereich Unternehmens-Suchmaschinen.


Oslo – Das Angebot ist großzügig: 19 Kronen will Microsoft Chart zeigen für eine Fast Search & Transfer-Aktie bieten – das wäre ein Aufschlag von 42 Prozent auf den Schlusskurs des Papiers vom Freitag. Fast Search & Transfer wird dadurch mit etwa 1,2 Milliarden Dollar bewertet. Die Fast-Führung stimmte der Übernahme nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits zu.

Fast Search and Transfer entwickelt Suchmaschinen für den Einsatz in Unternehmen. Zu den Kunden zählen unter anderem BASF, Bayer Chart zeigen und Walt Disney Chart zeigen. Mit der Fast-Technologie lassen sich firmeneigene Datenbanken durchforsten. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kamen die Norweger auf einen Umsatz von 119 Millionen und machten dabei einen Verlust von 125 Millionen Dollar. Fast wurde 1997 gegründet und beschäftigt gut 500 Mitarbeiter.

Attacke gegen Google, Yahoo und SAP

Der Übernahme durch Microsoft müssten neben Aktionären mit mindestens 90-prozentigem Anteil an Fast Search & Transfer noch die Regulierungsbehörden zustimmen. Die Aktien von Fast stiegen am Vormittagshandel an der Osloer Börse um über 41 Prozent auf 19 Kronen und erreichten damit praktisch das Niveau des Microsoft-Angebots.

Seine Web-Suchmaschine hatte Fast im Jahr 2003 an Overture verkauft, die wiederum vom Internetkonzern Yahoo Chart zeigen geschluckt wurde - dem heute neben Google Chart zeigen schärfsten Rivalen von Microsoft im Online-Geschäft.

Zweite Baustelle von Microsoft ist Unternehmens-Software: In diesem Bereich trifft der durch das Betriebssystem Windows groß gewordene Konzern auf den Platzhirschen SAP Chart zeigen. Allerdings hat sich Microsoft anders als SAP auf mittelständische Unternehmen spezialisiert. Seit kurzem beackert jedoch auch SAP diesen Markt, der traditionell von kleineren Software-Herstellern wie der britischen Sage bedient wird.

ase/dpa-AFX/Reuters



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