Milliardendeal geplatzt GM droht der Kauf von Fiat

Nachdem Verhandlungen zwischen General Motors und dem Fiat-Konzern in der Nacht auf Mittwoch gescheitert sind, wird es für die Amerikaner ungemütlich: Aufgrund einer Vertragsklausel könnten die Italiener GM zwingen, ihnen die gesamte Fiat-Autosparte abzukaufen.


Fiat-Werksgelände in Turin: Ein weiteres Problem für GM
DPA

Fiat-Werksgelände in Turin: Ein weiteres Problem für GM

Rom - Bei den Verhandlungen zwischen General Motors (GM) Chart zeigen und Fiat hat es nach Angaben von italienischer Seite keine Einigung gegeben. GM könne nun zum Kauf der Fiat-Autosparte gezwungen werden, erklärten die Italiener am Mittwoch nach Ablauf einer Frist zur außergerichtlichen Einigung.

"Fiat macht weiter geltend, dass die Put-Option gültig, vollstreckbar und für den Konzern von großem Wert ist. Der Put kann ab heute ausgeübt werden", hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung Fiats. Ein Sprecher von GM Europe sagte dagegen: "Uns stehen noch alle Möglichkeiten offen - das hat sich nicht geändert. Und wir werden diese Möglichkeiten zum angemessenen Zeitpunkt nutzen."

Fiats Fahrzeugsparte gilt als schwer angeschlagen. GM hält zurzeit 10 Prozent and dem Unternehmen und hatte sich 2000 gegenüber dem Fiat-Konzern verpflichtet, auch die restlichen 90 Prozent des Autogeschäfts der Italiener zu übernehmen - falls diese in Zukunft verkaufen wollten. Diese so genannte Put-Option ist nach GMs Auffassung wegen einer inzwischen erfolgten Kapitalerhöhung bei Fiat Chart zeigen nichtig.

Die beiden Konzerne hatten seit Dezember in einem Schlichtungsverfahren versucht, eine einvernehmliche Lösung für die umstrittene Vertragsklausel zu finden. Noch gestern hatte es aus Finanzkreisen geheißen, GM wolle Fiat einen Milliardenbetrag anbieten, damit die Italiener auf ihre Verkaufsoption verzichteten.



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