Milliardengeschäft Größter Studenten-Finanzierer der USA teuer verkauft

Beim US-Finanzunternehmen Sallie Mae stehen Millionen Kunden unter Vertrag – viele davon sind Studenten, die per Kredit die hohen Studiengebühren finanzieren. Ein lukratives Geschäft, das Kaufinteressenten anlockte. Nun haben sie Sallie Mae für eine Milliardensumme übernommen.

New York – Es hatte ein regelrechtes Wettbieten gegeben: Ein Konsortium von Fonds und Banken und der Finanzinvestor Blackstone rangelten um den Zuschlag. Vor kurzem war noch ein Kaufpreis von mehr als 20 Milliarden Dollar im Gespräch – nun seien es sogar 25 Milliarden geworden, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Die Käufer seien J.P. Morgan Chase und die Bank of America sowie die Investmentfonds JC Flowers und Friedman Fleischer & Lowe. Die beiden Fonds werden demnach 50,2 Prozent an Sallie Mae halten. Die Banken erhalten dem Blatt zufolge jeweils 24,9 Prozent. Sallie Mae stimmte dem Verkauf dem Bericht zufolge zu. Die Kaufsumme entspricht einem deutlichen Aufschlag zum Börsenwert von Sallie Mae.

Sallie Mae gibt Millionen amerikanischer Studenten Kredite vor allem für die hohen Studiengebühren. Das Unternehmen hat ausstehende Kredite von 142 Milliarden Dollar und zehn Millionen Kunden. Das Studenten-Kreditinstitut verdiente im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Dollar.

itz/Reuters/ddp