Milliardenhilfe Brüssel und Ukraine wenden Gaskrise ab

Die Gefahr einer neuen Gas-Krise in Europa ist vorerst abgewendet: Die Europäische Kommission und internationale Geldgeber gewähren der Ukraine Finanzhilfen in Milliardenhöhe - um einen drohenden russischen Lieferboykott abzuwenden.


Brüssel - Die Lage in der Ukraine bereitete deutschen Politikern in den vergangenen Wochen wieder zusehends Sorge: Die Ukraine ist von der Wirtschaftskrise massiv getroffen worden, hoch verschuldet und kann deshalb alleine seinen Zahlungsverpflichtungen für die Lieferung russischen Gases nicht nachkommen. Es wurde befürchtet, dass wegen der Zahlungsschwierigkeiten der Ukraine die Durchleitung von russischem Gas erneut gestoppt werden könnte.

Jetzt ist diese Gefahr vorerst abgewendet: Die Osteuropabank (EBRD) will 300 Millionen Euro kurzfristiges Kapital und bis zu 450 Millionen Euro für Investitionen an die Ukraine zahlen, die Weltbank bis zu 500 Millionen Euro und die Europäische Investitionsbank (EIB) bis zu 450 Millionen Euro an langfristigen Investitionshilfen.

Die Ukraine ist für Europa das wichtigste Erdgas-Transitland. Ein Gasstreit zwischen Moskau und Kiew hatte zu Jahresbeginn zu einer mehrwöchigen Totalblockade der wichtigsten Pipeline durch die Ukraine in die Europäische Union geführt.

ssu/dpa-AFX



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