Millionenbetrug bei T-Systems Haftbefehl gegen vier Verdächtige

Bei der Telekom hat erneut eine Durchsuchung stattgefunden. Dabei geht es um einen Millionenbetrug bei der Tochter T-Systems. Gegen vier Personen wurde Haftbefehl erlassen.


Bochum - Der Verdacht der Ermittler richtet sich gegen Beschäftigte von acht nordrhein-westfälischen Computerfirmen. Die Personen stehen im Verdacht, bei der Telekom-Tochter T-Systems insgesamt 2,5 Millionen Euro Provisionszahlungen erschlichen zu haben. Gegen vier Tatverdächtige wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen, teilte die auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft Bochum mit.

Zuvor hatte es Durchsuchungen in den Büros der Firmen sowie bei T-Systems selbst gegeben. Möglicherweise sei auch ein Mitarbeiter von T-Systems in den Betrugsfall verwickelt, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek.

T-Systems wurde laut Bienioßek durch Kreislaufgeschäfte betrogen. Dabei vermittelte eine der Firmen zunächst ein Geschäft mit einer anderen Firma über die Lieferung von Computer-Hartware durch T-Systems. Der Vermittler erhielt dann eine Provision. Die Ware wurde dann jedoch zum gleichen Preis über eine Scheinrechnung an eine weitere Firma verkauft bis sie schließlich wieder - zum gleichen Preis - an T-Systems zurückverkauft wurde. Ermittelt werde nun wegen des Verdachts des Betruges und der Umsatzsteuerhinterziehung.

Die Verhafteten seien bei den Firmen in verantwortlicher Stellung gewesen, so Bienioßek weiter. Die beschlagnahmten Unterlagen sollen nun ausgewertet werden.

wal/dpa-AFX



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