Mini-Gehalt Google-Chefs arbeiten als Ein-Dollar-Jobber

Es klingt bescheiden: Die beiden Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page begnügen sich auch in diesem Jahr mit einem symbolischen Mini-Gehalt, das Gleiche gilt für Vorstandschef Eric Schmidt. Das Armenhaus müssen die drei dennoch nicht fürchten.


Mountain View - Um Innovationen ist der Internetkonzern Google selten verlegen. Doch bei der Bezahlung seiner Chefs bleibt das Unternehmen konservativ: Seit dem Börsengang 2004 erhalten die Gründer Brin und Page ein jährliches Salär von gerade mal einem Dollar. Auch aus Bonuszahlungen hätten die beiden im vergangenen Jahr keinerlei Geld erhalten, teilte das Unternehmen mit.

Google-Gründer Page (rechts) und Brin: Zusammen 28 Milliarden Dollar wert
AP

Google-Gründer Page (rechts) und Brin: Zusammen 28 Milliarden Dollar wert

Zum Sozialfall müssen Brin und Page dennoch nicht werden. Nach Schätzungen besitzen sie Google-Aktien im Wert von rund jeweils 14 Milliarden Dollar. In der Forbes-Liste der reichsten Amerikaner finden sie sich damit auf Platz 12 und 13 wieder. Ihr Vorstandschef Schmidt, der ebenfalls als Ein-Dollar-Jobber arbeitet, kommt immerhin noch auf ein Vermögen von fünf Milliarden.

Ihren Lebensunterhalt bestreiten Page und Brin von Verkäufen kleinerer Aktienpakete - was immer noch reichen dürfte: Die Google-Aktie Chart zeigen stieg allein im letzten Jahr um elf Prozent, ihren Ausgabepreis von 2004 hat sie inzwischen fast vervierfacht.

Im Jahr 2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresgewinn von 3,1 Milliarden Dollar. Während Konzernchef Schmidt selbst nichts direkt davon hat, profitieren die übrigen Vorstände unmittelbar: Ihre Gehälter stiegen von 250.000 auf 450.000 Dollar.

Symbolische Jahresgehälter sind in der amerikanischen Computerbranche nichts ungewöhnliches: Auch Yahoo-Chef Terry Semel und Apple-Mastermind Steve Jobs begnügen sich mit einem Dollar Festgehalt.

joh/dpa



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