Minus 17 Prozent Chinesische Exporte brechen ein

In der Weltwirtschaftskrise sinkt die Nachfrage nach chinesischen Produkten massiv: Im Januar hat die Volksrepublik 17,5 Prozent weniger exportiert als im Vorjahresmonat. Nach Regierungsangaben verlieren mindestens 20 Millionen Wanderarbeiter ihren Job.


Peking - Die chinesischen Exporte schrumpfen immer schneller. Im November hatte das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat noch 2,2 Prozent betragen, im Dezember waren es dann 2,8 Prozent. Im Januar nun sind die Ausfuhren um ganze 17,5 Prozent zurückgegangen, wie chinesische Behörden anlässlich der Verkündung der offiziellen Statistik am Mittwoch mitteilten.

Textilfabrik im ostchinesischen Huaibei: Verzerrte Zahlen
AP

Textilfabrik im ostchinesischen Huaibei: Verzerrte Zahlen

Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 10,8 Prozent gerechnet. Allerdings sind die Zahlen verzerrt: Der Januar zählte diesmal nur 17 Arbeitstage, im Januar 2008 waren es dagegen 22.

Der schrumpfende Handel hat erhebliche Folgen für den chinesischen Arbeitsmarkt. Nach Regierungsangaben haben in der Wirtschaftskrise mindestens 20 Millionen Wanderarbeiter ihre Jobs verloren. Die Regierung will jetzt vier Billionen Yuan (453 Milliarden Euro) zur Ankurbelung der Konjunktur investieren.

Noch kräftiger gingen im Januar die Importe zurück. Sie brachen um 43,1 Prozent ein. Das Minus war damit rund doppelt so groß wie im Dezember.

wal/AP/Reuters



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