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FONDS »Mit falschen Angaben in Fonds gelockt«

Jack White, 62, Musikproduzent und Vorstandschef des Neue-Markt-Unternehmens Jack White Productions AG, über seinen Prozess gegen die Schweizer Privatbank Julius Bär
aus DER SPIEGEL 49/2002

SPIEGEL: Das Landgericht Frankfurt hat die Fondsgesellschaft von Julius Bär verurteilt, Ihnen rund 3,5 Millionen Euro Schadensersatz zu zahlen. Sind Sie zufrieden?

White: Ich habe mit meinem Frankfurter Anwalt Klaus Nieding einen Musterprozess geführt und auf der ganzen Linie gewonnen. Die Spezialkammer für den Finanzplatz Frankfurt folgte in ihrem allerdings noch nicht rechtskräftigen Urteil unserer Ansicht, dass ich mit falschen Angaben in den Fonds gelockt wurde.

SPIEGEL: Welche Versprechen gab es?

White: Ich bin im März 2000 zu deren Fondsmanager Kurt Ochner gegangen und habe ihn gefragt, welche Anlage er mir zur Absicherung fürs Alter empfehlen würde. Er hat mir den von ihm gemanagten Creativ-Fonds empfohlen und auf Nachfragen versichert, dass keine Risiken vorlägen. Im Prospekt stand, der Fonds werde in »erfolgreiche Unternehmen« investieren. Tatsächlich legte der Fonds bis zu 70 Prozent in Start-ups und Neue-Markt-Unternehmen an, und ich verlor fast meinen gesamten Einsatz.

SPIEGEL: Der Creativ-Fonds investierte auch in Jack-White-Aktien.

White: Davon wusste ich damals nichts.

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