Mitarbeiter-Auslagerung Telekom und Ver.di vertagen Gespräche

Die Verhandlungen zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaft ver.di über den geplanten Konzernumbau stehen auf der Kippe. Die Gespräche über die Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern wurden am Dienstagabend ohne Einigung unterbrochen.


Mayschoß - Nach Gewerkschaftsangaben sollten die Verhandlungen am Mittwoch um 09 Uhr zunächst im kleinen Kreis fortgesetzt werden. Im Laufe der Beratungen war nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen der Tonfall zunehmend gereizt geworden, obwohl der Konzern ein neues Angebot zugesagt hatte. Von Abbruch sei noch keine Rede, "es sieht aber auch nicht wirklich gut aus", sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Rund 1000 Beschäftigte der Telekom wollten am Mittwoch am Verhandlungsort für ihre Belange demonstrieren. Die Gespräche befinden sich bereits in der fünften Runde. Eine Einigung war bislang nicht in Sicht. ver.di bereitet sich bereits auf Streiks vor.

Von den Ausgliederungsplänen sind laut Telekom bis zu 50.000 der mehr als 160.000 inländischen Beschäftigten der Festnetzsparte T-Com und der Mobilfunktochter T-Mobile betroffen. Für die Mitarbeiter ist eine Anhebung der Wochenarbeitszeit von 34,5 auf 38,0 Stunden bei geringerer Bezahlung geplant. Nach Angaben der Telekom sollen beispielsweise die Einstiegsgehälter auf 20.000 bis 22.000 Euro gesenkt werden. Im Gegenzug sei man bereit, den 2008 auslaufenden Kündigungsverzicht vorzeitig zu verlängern.

pav/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.