Mitleid erregend Superreiche verspekulierten fast zwei Billionen Dollar

Die Börsenbaisse hat auch die Reichen dieser Welt empfindlich getroffen. Wie eine Untersuchung bei 80 Privatbanken ergab, büßten vermögende Privatkunden weltweit 2002 rund sieben Prozent ihres Vermögens ein.


Vorzeigereicher Dagobert Duck: Nicht alle haben bei der Geldanlage so ein glückliches Händchen
AP

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London - Laut einer Studie der Boston Consulting Group sind die Superreichen aufgrund wenig optimaler Investmententscheidungen um 1,9 Billionen Dollar ärmer. Dabei hätten europäische Millionäre und Milliardäre rund 500 Milliarden Euro verloren. Britische Kunden hätten mit rund 20 Prozent ihres Vermögens oder 240 Milliarden Pfund (338 Milliarden Euro) weltweit die höchsten Verluste verzeichnet.

Wie die Studie weiter ergab, kamen die Privatbanken im vergangenen Jahr unter Druck. Trotz Kosteneinsparungen hätten US-Banken die fallenden Umsätze nicht ausgleichen können. Bei europäischen Privatbanken seien die Kosten bei gleichzeitig sinkenden Umsätzen gestiegen. Lediglich der asiatische Markt wachse weiter. Rund ein Viertel der untersuchten Privatbanken habe Margen von nur zehn Prozent erwirtschaftet. Gut laufe dagegen das Geschäft bei den großen Akteuren, die rigide Kostenkontrollen einführten und ihre Portfolios diversifizierten.



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