Mitsubishi 6500 Stellen fallen angeblich weg

Am Montag will der angeschlagene japanische DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi Motors sein Sanierungskonzept vorlegen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören offenbar Stellenstreichungen und die Straffung der Modellpalette.


Mitsubishi-Zentrale in Tokio
AP

Mitsubishi-Zentrale in Tokio

Tokio - Nach Informationen der führenden japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" wird Mitsubishi im Rahmen eines bis zum März 2004 laufenden Drei-Jahres-Plans mindestens 6500 Stellen streichen. Zu diesem Zweck sollen Arbeitsplätze nicht neu besetzt und ein Programm zur Frühpensionierung angeboten werden, hieß es. Andere Medienberichte sprachen von rund 8000 wegfallenden Arbeitsplätzen.

Nach übereinstimmenden Presseberichten will Mitsubishi die Zahl seiner Modelle von derzeit 24 um die Hälfte kürzen. Daneben solle das Werk in Nagoya, das älteste von Mitsubishis vier Produktionsstätten in Japan, geschlossen werden, schrieb "Nihon Keizai". Dadurch werde die Produktionskapazität im Inland um rund 20 Prozent sinken. Zudem sollen die Kosten zur Teilebeschaffung um 15 Prozent reduziert werden. So sollen unter anderem künftig weniger Zulieferer Aufträge erhalten.

Ein Sprecher des Konzerns sprach von reiner Spekulation und verwies auf die offizielle Bekanntgabe des Sanierungsplans. DaimlerChrysler ist mit 34 Prozent an dem verschuldeten Autohersteller beteiligt.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.