MobilCom Ärger mit Gerüchten

Kurzzeitig geisterte das Gerücht durch den Neuen Markt, MobilCom könnte zahlungsunfähig sein. Der Kurs brach ein, und Unternehmenschef Gerhard Schmid wehrte sich vehement.


Gerhard Schmid: "Machenschaften an der Börse"
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Gerhard Schmid: "Machenschaften an der Börse"

Frankfurt am Main - "Da wollte sich jemand anscheinend billig eindecken", kommentierte ein Händler das Geschehen am Markt. Die Kurs der Aktie war am Vormittag innerhalb kürzester Zeit um über zehn Prozent eingebrochen, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, MobilCom Chart zeigenstünde vor der Insolvenz.

"Dieser Vorgang ist bezeichnend für die Machenschaften an der Börse", ärgerte sich MobilCom-Chef Schmid. "Da streut ein Freimakler gezielt Gerüchte, um mit Shortpositionen Millionen abzuzocken, und der Markt vergisst plötzlich, dass wir einen hohen Kassenbestand und die Zahlungsgarantie eines Staatsunternehmens haben." In einer Mitteilung verwies das Unternehmen auf einen Liquiditätsbestand von "derzeit fast einer halben Milliarde Mark". Die Finanzierung des UMTS-Geschäfts sei langfristig durch die Partnerschaft mit der France Télécom gesichert.

Bis 16 Uhr erholte sich die MobilCom-Aktie auf ein Minus von knapp drei Prozent. Der Nemax 50 stand zu diesem Zeitpunkt mit rund einem halben Prozent im roten Bereich.



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