Mobiltelefonie Nokia leidet unter Billighandys

Der finnische Handyhersteller Nokia konnte Absatz und Umsatz im vergangenen Quartal steigern. Weil die Geräte aber immer billiger werden, verbucht der Weltmarktführer weniger Gewinn. Der Preisverfall setzt sich nach Einschätzung des Konzerns im laufenden Jahr fort.


Helsinki - Der durchschnittliche Preis pro Handy sei von 111 Euro im Vorjahr auf 99 Euro zurückgegangen, teilte Nokia Chart zeigen heute in Helsinki mit. Entsprechend verschlechterte sich das operative Ergebnis im vergangenen Quartal um sechs Prozent von 1,450 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 1,368 Milliarden Euro.

Der Umsatz im Gesamtkonzern stieg dagegen von 9,456 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 10,333 Milliarden. Auch die Zahl der verkauften Mobiltelefone erhöhte sich im Quartal von 66 Millionen auf knapp 84 Millionen Geräte. Der Marktanteil blieb damit weitgehend stabil bei 34 Prozent.

Angesichts des Trends zu günstigen Geräten und wegen des wachsenden Konkurrenzdrucks rechnet Nokia auch in diesem Jahr allenfalls mit stabilen bis leicht sinkenden Preisen für Mobiltelefone. Nokia-Aktien gaben nach Bekanntgabe der Zahlen am Vormittag zunächst nach, drehten dann aber wieder ins Plus.



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