Modelleisenbahn-Hersteller in der Krise Märklin kämpft um Kreditverlängerung

Der Modellbahnhersteller Märklin steckt in finanziellen Schwierigkeiten: Das Unternehmen verhandelt mit den Banken über die Verlängerung eines Kredits. Es bestehe Hoffnung, dass die Gespräche erfolgreich verlaufen, hieß es.


Göppingen - Der Spielwarenhersteller Märklin verhandle mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Göppinger Kreissparkasse über die Verlängerung eines Kredits, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. "Wenn diese Kreditlinie nicht erneuert wird, ist es schwierig, weiter zu wirtschaften", hieß es aus dem Unternehmen. Noch sei die Göppinger Firma auch wegen des gerade abgeschlossenen Weihnachtsgeschäfts jedoch liquide.

Dampflok-Modell von Märklin: Das Göppinger Unternehmen verhandelt über eine Kreditverlängerung
Märklin

Dampflok-Modell von Märklin: Das Göppinger Unternehmen verhandelt über eine Kreditverlängerung

Mit einem Ergebnis der Verhandlungen zwischen den Banken und dem Finanzinvestor Kingsbridge, der Märklin vor fast drei Jahren übernommen hatte, werde in den nächsten Tagen gerechnet. Dabei gehe es um die Verlängerung eines Kredits über rund 50 Millionen Euro, der zum 31. Januar ausgelaufen war. Geklärt werden müsse, unter welchen Umständen dieser Kredit verlängert werden könne. Die Gespräche seinen konstruktiv und es gebe einen Hoffnungsschimmer, zitiert die Nachrichtenagentur AP eine anonyme Quelle.

Der Modelleisenbahn-Bauer Märklin hat 2008 trotz eines schwierigen Weihnachtsgeschäfts den Umsatz leicht auf 128 Millionen Euro gesteigert. Im Geschäftsjahr 2007 lag der Umsatz bei 126 Millionen Euro. Gleichzeitig sei der Fehlbetrag im operativen Geschäft im Vergleich zu 2007 reduziert worden, teilte Märklin Mitte Januar mit. Zahlen dazu gab das Unternehmen allerdings nicht bekannt. Märklin kündigte damals an, weiter Kosten sparen zu wollen

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" sollen Banker keine Möglichkeit mehr gesehen haben, das Unternehmen zu restrukturieren. Das Unternehmen stehe daher vor der Insolvenz, so die Zeitschrift. Im vergangenen Jahr soll die Traditionsfirma 20 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Die LBBW wollte keine Stellungnahme abgeben. "Wir kommentieren grundsätzlich keine Kundenthemen", sagte ein Sprecher.

sac/dpa/ap



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