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16. Januar 2001, 07:19 Uhr

Motorola

Massenentlassungen in den USA

Der US-Halbleiter- und Handyhersteller Motorola will 2500 Arbeiter auf die Straße setzen. Im Juni soll ein Werk im US-Bundesstaat Illinois stillgelegt werden. Grund sind die jüngst verkündeten schwachen Umsatzzahlen.

New York - Wie das Unternehmen mitteilte, ist von den 2500 Entlassungen etwa die Hälfte der Belegschaft des Werkes in Harvard/Illinois betroffen. Dies entspricht fast zwei Prozent der insgesamt 130.000 Motorola-Mitarbeiter.

In der Erklärung von Motorola heißt es, die Entlassungen seien Teil einer langfristigen Strategie, um das Geschäftsergebnis zu verbessern. Der weltweit zweitgrößte Handy-Hersteller müsse Kosten sparen, weil das Umsatzziel dieses Jahr nicht erreicht werde, hieß es. Die Marktschwäche werde mindestens sechs Monate anhalten. Das Unternehmen hatte vorige Woche für das vierte Quartal einen Bestellungsrückgang um 20 Prozent gemeldet.

Im Dezember hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Die Erwartung für den Gewinn je Aktie wurde von 27 auf 15 Cent reduziert, die Umsatzprognose für den Zeitraum wurde von 10,5 Milliarden auf 10,0 Milliarden Dollar zurückgenommen.

Motorola wurde 1999 von Nokia als weltweit größter Mobiltelefonhersteller abgelöst. Motorolas Anteil am boomenden Weltmarkt fiel auf 13 Prozent zurück, der von Nokia liegt bei 30 Prozent. Auf Rang drei liegt das schwedische Unternehmen Ericsson.

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