Teures G7-Treffen Nach dem Gipfel kommt die Rechnung – und Bayern streitet mit dem Bund ums Geld

Die Ausrichtung des G7-Gipfels auf Schloss Elmau kostete Millionen. Jetzt zofft sich der Freistaat mit dem Bund um die Finanzierung. »Die bisherigen Zusagen sind noch zu wenig«, sagt Ministerpräsident Söder.
Abbau in Elmau: Die Gipfelkosten sorgen für Ärger

Abbau in Elmau: Die Gipfelkosten sorgen für Ärger

Foto: Sven Hoppe / dpa

Ein Fototermin mit dem amerikanischen Präsidenten Joe Biden; Staatsgäste aus aller Welt zu Gast in Bayern: Für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder war der G7-Gipfel ein politischer Erfolg. Doch nach dem Gipfeltreffen auf Schloss Elmau streitet der Freistaat nun nach Angaben von Söder noch über die Rechnung für die Veranstaltung. »Wir ringen mit dem Bund noch um die endgültige Finanzierung. Die bisherigen Zusagen sind noch zu wenig«, sagte der CSU-Politiker der »Augsburger Allgemeinen«.

Söders Argumentation: Der Freistaat habe sich nicht um die Ausrichtung beworben, sondern eine Bitte des Bundes erfüllt. Als Gastgeber sei Bundeskanzler Olaf Scholz bereit, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sagte Söder. »Beim Bundesfinanzminister ist das bisher nicht so ausgeprägt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das im Nachgang noch regeln können, sonst bliebe ein bitterer Nachgeschmack.« Zuvor hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gefordert, dass der Bund die Kosten des G7-Gipfels trägt.

Rund um den Gipfel waren etwa 18.000 Sicherheitskräfte aus ganz Deutschland im Einsatz, der Veranstaltungsort wurde weitgehend abgeriegelt. Die Kosten der Veranstaltung waren im Vorfeld mit 180 Millionen Euro beziffert worden.

mic/dpa-AFX
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.