Nach Sturmschäden "Druschba"-Pipeline liefert wieder Öl

Wegen des Unwetters hatte die Ukraine die Öllieferungen nach Westeuropa über die Fernleitung "Druschba" vorübergehend unterbrochen. Nun fließt das Öl wieder.


Kiew - Der Orkan "Kyrill" hat einen Zweig der Erdölleitung "Druschba" vorübergehend lahm gelegt. Die für Westeuropa bestimmten Lieferungen seien aber am Mittag wieder aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des ukrainischen Pipeline-Betreibers UkrTransNafta. Durch die Leitung wird unter anderem Deutschland mit russischem Öl versorgt. Russland hatte zu Anfang des Monats im Streit mit seinem Nachbarn Weißrussland über den Ölpreis die Lieferungen durch einen weiteren Strang der Leitung für mehrere Tage eingestellt.

Den Angaben zufolge hatte das Unwetter gestern um 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) zu einer Unterbrechung der Lieferungen geführt. Auslöser war demnach ein Stromausfall. Seit heute 14 Uhr fließe das Öl wieder, sagte der Sprecher der Pipeline-Firma.

"Das System arbeitet jetzt bei maximaler Belastung, um die Verluste wieder auszugleichen", sagte er. Nach Angaben des russischen Pipeline-Betreibers Transneft hatte der Lieferstopp aber keinen größeren Einfluss auf die russischen Exporte.

tim/Reuters/dpa-AFX



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