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STEUERN Nachzahlungen für Fondsanleger

aus DER SPIEGEL 43/2009

Mit Steuernachzahlungen müssen Tausende Anleger rechnen, die in Flugzeugleasing-Fonds investiert haben. Der Grund: Das Bundesfinanzministerium hat die Finanzämter angewiesen, rückwirkend Steuervergünstigungen für die Fonds zu streichen. Hintergrund ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 2007, das entsprechende Fonds nicht mehr als Vermögensverwaltung, sondern als Gewerbe einstuft. Damit wird auf die Erträge Gewerbesteuer fällig. Vielen drohen nun Nachzahlungen bis zu mehreren zehntausend Euro - selbst wenn der Fonds schon vor Jahren aufgelöst wurde. Seine Klienten seien »maßlos aufgebracht und erbost«, sagt Rechtsanwalt Lutz Liebenau. Insgesamt sind Experten zufolge rund 30 000 Anleger betroffen. In den Spitzenjahren von 1996 bis 1998 gehörte das Flugzeugleasing zu den beliebtesten Spielarten geschlossener Fonds. Die deutschen Steuersparer steckten Milliarden in das Abschreibungsmodell, das die damalige Regierung sogar protegiert hat.

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