Nahost-Flüge Lufthansa streicht, Aeroflot fliegt

Die Fluggesellschaften haben unterschiedlich auf den Beginn des Irak-Krieges reagiert. Während die Lufthansa viele Flüge in den Nahen Osten gestrichen hat, fliegt Aeroflot weiter in das Krisengebiet.


Flughafen Frankfurt: Erste Löcher im Flugplan
AP

Flughafen Frankfurt: Erste Löcher im Flugplan

Frankfurt – Als Reaktion auf den begonnenen Krieg gegen den Irak hat die Lufthansa Chart zeigen die ersten Flüge in die Krisenregion gestrichen.

Donnerstag und Freitag fallen nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers in Frankfurt sechs Verbindungen nach Israel und in arabische Staaten aus. Abgesagt sind drei Flüge aus Frankfurt und München nach Tel Aviv, je ein Flug nach Beirut/Libanon, nach Amman/Jordanien und nach Kuweit über Dammam/Saudi Arabien.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, sei der Flugverkehr nach Asien nur gering vom Irak-Krieg betroffen. Die Flüge würden über nördliche Routen außerhalb der gefährdeten Zonen geführt, hieß es.

Auch die griechische Olympic Airways teilte mit, ihre Flüge nach Dubai, Beirut und Alexandria seien gestrichen. Die österreichische Austrian Airlines stornierte für Donnerstag ihren Flug nach Tel-Aviv.

Der Flugverkehr am Frankfurter Flughafen verläuft bislang offenbar ohne Störungen. Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport sprach am Donnerstag von einem "ruhigen Normalbetrieb".

Die Flüge des Reiseveranstalters TUI sind am Donnerstagmorgen nach eigenen Angaben planmäßig gestartet. Lediglich fünf Reisende seien nicht an Flughäfen erschienen, sagte TUI-Sprecher Robin Zimmermann am Morgen. Das seien weniger als an anderen Tagen. Ziele waren unter anderem die Türkei, Ägypten und Zypern. Bisher gibt es nach Zimmermanns Worten auch noch keine Hinweise darauf, dass Urlauber vorzeitig zurück kehren wollten.

Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot hat ihren Flugplan trotz Beginn des Irak-Krieges nicht geändert. Lediglich Flüge in die jordanische Hauptstadt Amman seien "wegen Mangels an Passagieren" bis zum 6. April ausgesetzt worden, teilte Aeroflot am Donnerstag in Moskau mit. Im Nahen Osten würden Beirut, Damaskus, Istanbul und Teheran weiterhin angeflogen.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.