Früherer Ministerpräsident Nato-Generalsekretär Stoltenberg wird norwegischer Zentralbankchef

Die Nato muss inmitten der schweren Spannungen mit Russland einen Nachfolger für Generalsekretär Jens Stoltenberg suchen. Der studierte Volkswirt wird neuer Chef der norwegischen Zentralbank.
Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Jobwechsel zum 1. März

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Jobwechsel zum 1. März

Foto: HANNIBAL HANSCHKE / AFP

Seit 2014 ist Jens Stoltenberg Generalsekretär des transatlantischen Militärbündnisses Nato. Nun soll der studierte Volkswirt zum Chef der norwegischen Zentralbank aufsteigen, wie das norwegische Finanzministerium in Oslo mitteilte.

Bis der derzeit im Ukrainekonflikt als Krisenmanager geforderte Nato-Chef voraussichtlich im Dezember das Amt übernehmen kann, soll ab März die Vizechefin der Notenbank, Ida Wolden Bache, die Position kommissarisch ausfüllen. Sie war zuvor ebenfalls für den Chefposten im Gespräch. Stoltenberg hat bei früherer Gelegenheit betont, dass er seine Amtszeit bei der Nato bis Ende September ausfüllen will.

Umstrittene Kandidatur

Stoltenbergs Kandidatur für den Chefposten bei der Zentralbank war wegen seiner engen Freundschaft mit dem sozialdemokratischen Regierungschef Jonas Gahr Støhre umstritten. Als Nato-Generalsekretär ist er derzeit insbesondere mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beschäftigt. Das westliche Militärbündnis aus insgesamt 30 europäischen und nordamerikanischen Staaten befürchtet, dass russische Truppen ins Nachbarland einmarschieren könnten.

Stoltenberg ist seit 2014 Generalsekretär der Nato. Zuvor war der studierte Volkswirt von 2005 bis 2013 norwegischer Ministerpräsident.

rai/dpa/Reuters
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