Naturschutzgebiete Schwarzenegger lehnt Bushs Ölbohrer ab

Rückschlag für George Bush: Der Gouverneur von Kalifornien möchte nicht, dass im amerikanischen Naturschutzgebiet nach Öl gebohrt wird. Damit stellt er sich gegen US-Präsident Bush.


Sacramento - Die Frage spaltet die Amerikaner: Soll für neues Öl ein Naturschutzgebiet zerstört werden? Ja, sagt Präsident Bush. Er will so den hohen Spritpreisen begegnen. Nein, sagt jetzt Arnold Schwarzenegger, Gouverneur von Kalifornien. Er will das Ölbohrverbot beibehalten.

Ölpumpe: Nächstes Ziel Alaska
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Ölpumpe: Nächstes Ziel Alaska

George Bush hatte den von Demokraten beherrschten Kongress am Mittwoch aufgefordert, angesichts der rasant gestiegenen Öl- und Benzinpreise das Förderungsverbot vor den Küsten des Landes aufzuheben. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner, John McCain, nahm das Ende des seit 27 Jahren bestehenden Bohr-Moratoriums sogar offiziell in sein Wahlprogramm auf.

Die Bush-Regierung hatte schon früher geäußert, vor den US-Küsten nach Öl bohren zu wollen - doch bislang wurde aus ökologischen Gründen darauf verzichtet. Umweltschützer laufen seit Jahren Sturm gegen das Vorhaben, mit der Ölförderung in einem Naturschutzgebiet in Alaska zu beginnen. Das Gebiet liegt in einer Küstenebene und ist Lebensraum für Millionen von Zugvögeln, Karibus und anderen Tieren.

Mit der Erschließung neuer Ölfelder hofft Bush offenbar, das Angebot für Öl zu erhöhen, was den Preis tendenziell drücken dürfte. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama sagte hingegen, das Ende des Bohrverbots werde am Ölpreis nichts ändern und der Natur schaden.

cvk/AP



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