Negativpreis RWE-Chef Roels ist der "Dinosaurier 2006"

Der DIHK-Chef hat ihn schon, der Chef des Bauernverbandes auch: Immer im Dezember vergibt der Naturschutzbund Deutschland den Negativ-Umweltpreis "Dinosaurier des Jahres". Dieses Mal wurde der Strommanager Harry Roels "geehrt".


Berlin - Der Präsident des Nabu, Olaf Tschimpke, sagte zur Begründung, der Chef des Energiekonzerns RWE Chart zeigen habe sich die Trophäe "mit seiner hemmungslosen Atompolitik und dem provozierenden Antrag auf Laufzeitverlängerung für Deutschlands ältesten und störanfälligsten Reaktor Biblis A" mehr als verdient. Der NABU-Chef kritisierte, das Kerngeschäft des von Roels gelenkten Konzerns sei die "Energieerzeugung mit Uralt-Technologien".

Manager Roels: Peinlicher Preis
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Manager Roels: Peinlicher Preis

Der RWE-Kraftwerkspark werde neben Atommeilern von klimaschädlichen Kohlekraftwerken dominiert. Der Konzern sei mit jährlich 168 Millionen Tonnen Kohlendioxid der größte Produzent von Treibhausgasen in Europa. Mit dem Antrag auf Laufzeitverlängerung für den "Schrott-Reaktor" Biblis A habe man den Atomkonsens "aus reiner Profitgier wieder aufgeschnürt".

Seit 1993 vergibt der NABU "Deutschlands peinlichsten Umweltpreis" an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich "durch besonders nachhaltige Dummheit in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan" haben. Preisträger waren bisher unter anderem Bauernpräsident Gerd Sonnleitner und Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU). Im Vorjahr ging die Auszeichnung an den Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun.

itz/ddp



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