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METRO Neue Jobs sorgen für Kursanstieg

aus DER SPIEGEL 32/2001

Arbeitsplätze, so scheint es häufig, sind Gift für die Börse. Denn immer wenn Unternehmen Stellen streichen, steigen ihre Aktienkurse. Schließlich sinken dadurch die Personalkosten, und die Gewinne, so die Spekulation, steigen. Doch es gibt Ausnahmen: Vergangene Woche hat der Handelskonzern Metro angekündigt, jährlich 8000 neue Jobs zu schaffen, 4500 davon bis Ende des Jahres. Der Aktienkurs kletterte seither um 5,4 Prozent. Der Grund: Das Dax-Unternehmen befindet sich auf einem massiven Wachstumskurs, den es nur mit zusätzlichem Personal bewältigen kann. Entgegen dem Branchentrend steigerte Metro den Umsatz im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Vor allem in China, Russland und Kroatien will das in über 20 Ländern aktive Unternehmen künftig verstärkt Fuß fassen. Auch der Gewinn vor Steuern stieg um 11 Prozent auf 206,4 Millionen Euro - und damit stärker, als Analysten erwartet hatten. Dennoch sind die Branchenexperten zögerlich. Denn die eigentliche Bewährungsprobe für jeden Handelskonzern ist der Weihnachtsverkauf. Erst im vierten Quartal wird sich endgültig zeigen, ob die Metro die nun in sie gesetzten Erwartungen erfüllen kann.

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