Neue Konzernstruktur Vattenfall gibt Firmennamen auf

Radikalumbau beim Energiekonzern Vattenfall: Wenige Monate nach der Pannenserie in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel wird das Unternehmen laut einem Pressebericht neu gegliedert. Die Firmennamen Vattenfall Europe Hamburg und Vattenfall Europe Berlin werden verschwinden.


Hamburg - Der neue Chef ist erst seit wenigen Wochen im Amt, da greift er schon hart durch. Hans-Jürgen Cramer, Vorstandssprecher beim drittgrößten deutschen Energieversorger Vattenfall Europe, will das Unternehmen laut "Hamburger Abendblatt" grundlegend neu ausrichten. Die Zeitung berichtet, dass die rund 20.000 Mitarbeiter den Abbau von Arbeitsplätzen und Verdiensteinbußen fürchten.

Vattenfall-Chef Cramer: "Wir wollen intensiv mit unseren Kunden diskutieren"
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Vattenfall-Chef Cramer: "Wir wollen intensiv mit unseren Kunden diskutieren"

Im Detail will Vattenfall sein Deutschlandgeschäft in sieben Gesellschaften gliedern, und zwar in die Bereiche Wärme, Vertrieb, Bergbau, Erzeugung, administrative Serviceleistungen wie Personal oder Rechnungswesen, Netzservice sowie Kundenservice. Das bestätigte das Unternehmen der Zeitung.

Vattenfall war im Sommer wegen Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel massiv in die Kritik geraten. Die Vorwürfe richteten sich vor allem gegen den damaligen Konzernchef Klaus Rauscher, der schließlich seinen Hut nehmen musste.

Nachfolger Cramer steht nun vor der schwierigen Aufgabe, das ramponierte Image des Konzerns wieder aufzubauen. Zuletzt musste er einräumen, dass Tausende Kunden in Hamburg und Berlin dem Konzern den Rücken gekehrt haben und zu anderen Stromanbietern gewechselt sind.

Ob die Umbenennung der Vertriebstöchter in Hamburg und Berlin damit in Zusammenhang steht, blieb offen. Klar ist laut "Abendblatt" nur, dass die Firmennamen Vattenfall Europe Hamburg und Vattenfall Europe Berlin im Jahr 2009 verschwinden. Ein neuer Name wurde nicht genannt.

Auch sonst bemüht sich das Unternehmen um sein Image. Einer Pressemitteilung zufolge sucht Vattenfall Mitglieder für einen Kundenbeirat. Über das Gremium will das Unternehmen in direkten Dialog mit seinen Kunden treten. Interessierte Privatkunden können sich bei Vattenfall für eine Mitarbeit bewerben.

Ziel des Kundenbeirats ist es, den Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Verbrauchern zu verbessern. Das Gremium kann eigene Themen oder Ideen einbringen und Empfehlungen abgeben. Der Beirat wird aus zwanzig Privatkunden und einigen Vattenfall-Vertretern bestehen, darunter auch Vorstandssprecher Cramer. "Wir wollen die Wünsche, Bedürfnisse und Ideen unserer Kunden aus erster Hand erfahren und intensiv mit ihnen diskutieren", sagte Cramer.

wal/dpa-AFX



insgesamt 2 Beiträge
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poppi 12.10.2007
1. Namengenerator
Wie soll er denn dann heißen? Arcandor ist ja nun schon vergeben. Werfen wir doch mal den Konzernnamen-Generator (http://www.spiegel.de/flash/0,5532,15004,00.html) an: - Proinet? - Altcanry? - Morphododor? - Everodotron? - Usytron? Hmm. Das geht noch besser... ;o)
sonnendeck 12.10.2007
2. ?
ich weiss nicht, die angestellten und arbeiter dieses landes sind Schafe die immer in richtung rennen des vermeintlichen experten und dabei ihr fett verlieren. Arbeitnehmer die gegen mindeslohn klagen weil sie meinen das sie damit was bewirken, eine verarmung hinnehmen weil sie meinen das muss. Gewerkschaften die sich bilanzen zeigen lassen die teile darstellen aber nicht das ganze und dann ihre mitglieder einstimmen das man verzichten muss. obskure forderungen die wie von gott gegeben hingenommen werden und sich dann wundern warum die gehälter der elite ins exorbitante steigen
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