Neuer Rekord Ölpreis über 99 Dollar - Japanische Schule kürzt Schulessen

Teures Öl lässt die Lebensmittelpreise steigen - und damit die Kosten für Kantinenessen. In einer japanischen Schule wurde deshalb für zwei Tage die Mittagsverpflegung gestrichen. Vielleicht nicht zum letzten Mal. Denn heute hat der Ölpreis ein neues Rekordhoch erreicht.

Hamburg/Tokio – In Japan haben Schüler auf besondere Weise den Anstieg der Ölpreise zu spüren bekommen: Sie müssen im Januar an zwei Tagen auf ihr Schulessen verzichten. Mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme reagiert die städtische Grundschule Ekoda in Tokios Nachbarstadt Yokohama auf die in Folge der höheren Ölpreise gestiegenen Lebensmittelkosten, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo heute meldete. Wegen der Teuerung lägen die Kosten für das Schulessen um fast zehn Prozent über den veranschlagten Ausgaben.

In Yokohama bereiten sämtliche 347 städtischen Grundschulen ihr Schulessen selbst zu. Höhere Gebühren dafür zu nehmen, sei nicht erlaubt, heißt es in dem Bericht weiter.

Es wird womöglich nicht das letzte Mal sein, dass die Kinder der Ekoda-Schule fasten müssen. Der Ölpreis erreichte heute bereits ein neues Rekordhoch: Ein Barrel (159 Liter) Leichtöl kostete in Singapur kurzzeitig satte 99,29 Dollar. Die Hintergründe: der schwache Dollar, Berichte über Probleme in zwei Raffinerien in den USA und Kanada, Spekulationen über eine erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank.

Nun nehme der Preis endgültig Kurs auf die 100-Dollar-Marke, wie Analyst Victor Shum von Purvin & Gertz sagte. Jeff Brown von FACTS Global Energy verwies auf langfristige Gründe für die steigenden Preise: Die Nachfrage nach Öl nehme zu und die Versorgungslage sei angespannt.

ase/AP/dpa

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