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04. März 2008, 12:07 Uhr

Neues Ultimatum

Gasprom will Lieferungen an Ukraine halbieren

Der Gas-Streit zwischen Moskau und Kiew eskaliert: Gestern hatte Gasprom seine Lieferungen um 25 Prozent reduziert, heute sollen sie nun um weitere 25 Prozent der Soll-Menge gekappt werden - wenn die Ukraine ihre Schulden nicht bis 18 Uhr begleicht.

Moskau - Das Ultimatum ist eindeutig: Der russische Energieriese Gasprom hat angekündigt, seine Lieferungen in die Ukraine erneut zu drosseln. Ab heute Abend um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit würden die Gaslieferungen um weitere 25 Prozent des Soll-Betrags reduziert, teilte Gasprom mit.

Gasleitung in der Ukraine: Belieferung Europas nicht gefährdet
AP

Gasleitung in der Ukraine: Belieferung Europas nicht gefährdet

Schon gestern hatten die Russen den Gastransport in die Ukraine um 25 Prozent zurückgefahren. Gasprom zufolge schuldet die Ukraine dem Konzern 600 Millionen Dollar für frühere Lieferungen. Konkret gehe es um Schulden des ukrainischen Gaskonzerns Naftogas. Die Ukraine erklärt dagegen, die Gasrechnung bezahlt zu haben.

Die Belieferung Europas ist nach Angaben beider Seiten aber nicht gefährdet. Dies gelte auch bei einer weiteren Reduktion der Gastransporte in die Ukraine, erklärte Gasprom. Moskau hatte Kiew vor rund zwei Jahren schon einmal den Gashahn zugedreht. Damals hatte dies auch zu Engpässen in Deutschland geführt.

wal/Reuters/AFP/dpa-AFX

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