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Niederlage für BASF

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aus DER SPIEGEL 40/1986

Der Chemie-Konzern BASF hat in seinem Computer-Bereich eine schwere Schlappe einstecken müssen. Der vom japanischen Elektronik-Konzern Hitachi produzierte und von der BASF vertriebene Großrechner Typ 7/90-2 sollte mit 13 Millionen Mark genausoviel kosten wie der vergleichbare Computer 3090-200 des Marktführers IBM, aber rund 30 Prozent mehr Leistung bringen. Das von den deutschen Chemiemanagern mit viel Vorschußlorbeeren angekündigte Gerät ist jetzt für rund die Hälfte zu haben, weil der Rechner nicht mehr, sondern 25 Prozent weniger leistet als das IBM-Vorbild. Intern räumen die Manager die Niederlage ein. »Unser bisheriges Marketingkonzept«, heißt es in einem geheimen BASF-Vermerk, »mit der Positionierung der 7/90-2 zur 3090-200 ist nicht zu halten.« Für den Konzern sei das »psychologisch sehr negativ«.

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