117 Millionen Menschen betroffen Nigerias nationales Stromnetz zusammengebrochen - schon wieder

Es ist das zweite Mal innerhalb eines Monats: Ein Großteil der Bürger in Afrikas bevölkerungsreichstem Land ist ohne Strom. Wie lange der Zustand andauert, ist offenbar nicht absehbar.
Ein Land im Dunkeln: Auch Ojodu, nahe Nigerias größter Stadt Lagos, ist derzeit wieder ohne Strom (Archivbild aus dem März)

Ein Land im Dunkeln: Auch Ojodu, nahe Nigerias größter Stadt Lagos, ist derzeit wieder ohne Strom (Archivbild aus dem März)

Foto: PIUS UTOMI EKPEI / AFP

Ob in der Hauptstadt Abuja oder Lagos, der größten Stadt Nigerias: Afrikas bevölkerungsreichstes Land ist in weiten Teilen erneut ohne Strom.

Das nigerianische Energieministerium teilte mit, dass das nationale Stromnetz zum zweiten Mal innerhalb eines Monats zusammengebrochen sei. Das Netz versorgt 117 Millionen Menschen. Der Stromausfall sei über Nacht aufgetreten. Eine Schätzung dazu, wann die Notlage behoben sein könnte, machte das Ministerium nicht. Eine weitergehende Untersuchung der Ursachen stehe noch aus.

Während Stromausfälle in Nigeria, der größten Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents, keine Seltenheit sind, ist ein völliger Zusammenbruch des Stromnetzes doch selten.

Energieproblem limitiert das ganze Land

Nigeria selbst produziert nur einen Bruchteil des Stroms, den die Unternehmen im Land und seine mehr als 200 Millionen Einwohner benötigen. Dazu sind die Kraftstoffpreise seit Anfang des Jahres enorm gestiegen.

Das anfällige Stromnetz Nigerias und die unsichere Energieversorgung werden von Unternehmen häufig als Hauptproblem genannt, das das Wachstum in Afrikas bevölkerungsreichstem Land behindert.



flg/rtr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.