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Noch ein Pfennig für die Kohle

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aus DER SPIEGEL 16/1987

Trotz anderslautender starker Sprüche des Bundeswirtschaftsministers Martin Bangemann wollen die Energiepolitiker der Bonner Regierungsparteien CDU/CSU und FDP die Kohle künftig noch stärker subventionieren, als dies bereits geschieht. Derzeit ist die heimische Kohle als Energieträger bei der Stromgewinnung nur konkurrenzfähig, weil der Kohle-Pfennig für 1987 von 4,5 Prozent auf 7,5 Prozent des von den Verbrauchern zu zahlenden Strompreises angehoben wurde. Mit dem Geld wird den Elektrizitätsunternehmen die Differenz zwischen niedrigem Heizöl- und hohem Kohlepreis erstattet und so das Verfeuern von heimischer Kohle in den Kraftwerken gesichert. Vom nächsten Jahr an werde die Subvention begrenzt, hatte Bangemann den Länderfinanzministern vor wenigen Wochen angekündigt. Unbeeindruckt davon kamen die Energiefachleute der Koalition überein, daß der Kohle-Tribut 1988 auf neun Prozent erhöht werden muß.

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