Nokia-Quartal Durchwachsene Bilanz

Die Quartalszahlen des weltgrößten Handy-Hersteller Nokia hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck. Ein höherer Umsatz und ein vergrößerter Marktanteil stehen auf der Haben-Seite. Doch die Offensive hatte ihren Preis: Der Gewinn brach drastisch ein.


Junge Frau mit Nokia-Handys: Verlaufsprognosen noch oben korrgiert
DPA

Junge Frau mit Nokia-Handys: Verlaufsprognosen noch oben korrgiert

Helsinki - 660 Millionen Euro - das sind satte 20 Prozent weniger Ertrag gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Trotzdem bleibt Jorma Ollila optimistisch. Der Handy-Verkauf ziehe wieder an, sagte der Nokia-Chef bei der Vorstellung der Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal in Helsinki. Noch im laufenden Jahr würde die Zahl der verkauften Handys branchenweit auf 630 Millionen steigen - das sind 30 Millionen mehr als ursprünglich angekündigt.

Zunächst gingen die Verkäufe von Mobiltelefonen erst einmal um 13 Prozent auf 4,43 Milliarden Euro zurück. Nokia konnte damit seinen Anteil am Handy-Weltmarkt auf 33 Prozent ausweiten. Im zweiten Quartal hatte der noch 31 Prozent betragen. Dennoch stieg der Umsatz insgesamt. um ein Prozent auf 6,94 Milliarden Euro.

Für das laufende Quartal stellte Ollila einen Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 0,16 und 0,18 Euro in Aussicht. Beim Umsatz rechnen die Finnen mit 8,4 bis 8,6 Milliarden Euro. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte der Konzern einen EPS-Gewinn von 0,25 Euro und einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Für das volumenstarke Schlussquartal gehen die Nokia-Strategen davon aus, dass 158 Millionen Handys verkauft werden. Der Markt für Telekomnetzwerke entwickle sich zudem besser als erwartet, hieß es.



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