Nokia-Umzug Firma aus Bielefeld baut Werk in Rumänien

4000 Arbeitsplätze gehen verloren - aber in Nordrhein-Westfalen wird über die Schließung des Bochumer Nokia-Werks nicht nur geklagt. Zumindest eine Firma profitiert nach Informationen von SPIEGEL TV von der Verlagerung der Produktion. Die Bielefelder Goldbeck GmbH baut das neue Werk in Rumänien.

Hamburg - Die Nokia-Werkshallen im neuen Industriepark bei Jucu, einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Cluj, sind bald fertig. Hochgezogen haben sie nicht die Rumänen, sondern eine Firma aus Deutschland: die Goldbeck GmbH, mit Hauptsitz in Bielefeld.

Die Goldbeck GmbH wirbt mit "ganzheitlichen Lösungen aus einer Hand". Die "maßgeschneiderten Konzepte von der Planung bis zur Erstellung" von Gebäuden. Darauf setzt in Cluj auch Nokia.

40 Millionen Euro schwer ist der Auftrag aus Finnland, den Goldbeck Mitte 2007 ergattern konnte. Goldbeck ist Generalunternehmer und baut das Werk mit eigenen Monteuren und in Deutschland vorgefertigten Bauteilen. Unterstützung vom rumänischen Staat gibt es nach Informationen aus Unternehmenskreisen keine.

Der Beiratsvorsitzende Ortwin Goldbeck bestätigte SPIEGEL TV das Engagement der eigenen Firma in Rumänien. Die Mitarbeiter vor Ort in Rumänien sind schweigsamer. Niemand will sich zitieren lassen, die "Beihilfe" zur Arbeitsplatzvernichtung in Bochum ist den Monteuren vor Ort unangenehm.

Mehr zu den Hintergründen der Nokia-Werksverlagerung sehen Sie am Sonntag, 23.25 Uhr, im SPIEGEL TV Magazin auf RTL.

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