Erdgas-Pipeline Nord Stream wird ausgebaut 

Die Pipeline Nord Stream soll um zwei Röhren erweitert werden. Der russische Gaskonzern Gazprom und die BASF-Tochter Wintershall einigten sich auf die Einzelheiten für die Leitung, die Erdgas von Russland nach Deutschland transportiert.

Nord-Stream-Pipeline: Gastransport aus Russland nach West- und Mitteleuropa
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Nord-Stream-Pipeline: Gastransport aus Russland nach West- und Mitteleuropa


Die Nord-Stream-Pipeline für den Erdgas-Transport von Russland nach Europa wird ausgebaut. Die beteiligten Partner unterzeichneten am Freitag einen Vertrag zum Bau von zwei weiteren Leitungssträngen durch die Ostsee, wie Gazprom in Wladiwostok und Nord Stream im Schweizer Zug mitteilten. An Nord Stream beteiligt sind die russische Gazprom, die BASF-Tochter Wintershall, und die Energiekonzerne Eo.n, Shell, OMV aus Österreich sowie Engie aus Frankreich.

Die ersten zwei Leitungen der Nord-Stream-Pipeline sind bereits seit Oktober 2012 in Betrieb. Das russische Erdgas landet in Lubmin an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns an und wird über zwei Anschlussleitungen weiter nach West- und Mitteleuropa transportiert.

Erst kurz zuvor hatten die deutsche BASF und der russische Gaskonzern Gazprom mitgeteilt, einen Ende 2014 gestoppten Tausch von Firmenanteilen doch wie geplant zu Ende zu führen. Bis zum Jahresende solle die Aktion beendet sein. Für eine sichere Energieversorgung Europas werde auch weiterhin Erdgas aus russischen Quellen gebraucht, begründete BASF das Abkommen.

Die EU-Kommission reagierte verschnupft auf das Abkommen. Es sei von entscheidender Wichtigkeit, dass die Ukraine Teil der Route nach Europa bleibe, sagte ein Kommissionsprecher. Auch werde man zu rechtlichen Schritten greifen, wenn festgestellt werden sollte, dass die Pipeline gegen EU-Recht verstößt.

mka/AFP



insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
dieter 4711 04.09.2015
1.
Und das alles trotz der Sanktionen!
2Fast4U 04.09.2015
2. Richtig so!
Besser als Fracking...
siegerländer79 04.09.2015
3.
Könnte dem geschundenen Röhrenmarkt wieder leichten Auftrieb geben. Aber mal schauen, was sich Merkel dazu wieder einfallen läßt. Wird ihrem Befehlsgeber aus Washington nicht gefallen.
brainstormerene 04.09.2015
4.
wofuer ? ich denke die abhaengigkeit von russischem gas soll runter gefahren werden. but endlich die terminals fuer fluessiggas. diese energiepolitik ist doch gaga !!!!
elspaco 04.09.2015
5. Merkel
und Brüssel werden sich was einfallen lassen,um das zu verhindern.1.um der Ukraine nicht um die Möglichkeit zu bringen Gas zu klauen.2.um den großen Bruder nicht um die Gewinne aus dem angedachten Flüssiggas Verkauf zu bringen.Southstream haben sie ja auch auf Druck des Hegemons verhindert.Das die EU sich nicht an Verträge hält hat sie ja in der Ukraine Krise bewiesen.
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