Betrug Verdächtiger soll Gold von erschlichener Corona-Hilfe gekauft haben

Die unbürokratischen Regeln für Soforthilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben nicht wenige als Einladung zum Betrug verstanden. Die Landeskriminalämter ermitteln - jetzt sind sie auch in Nordrhein-Westfalen fündig geworden.
Goldbarren: Sieben Wohnungen durchsucht

Goldbarren: Sieben Wohnungen durchsucht

Foto: Lisi Niesner/ REUTERS

Ermittler in Nordrhein-Westfalen sind einem mutmaßlichen Betrüger auf die Spur gekommen, der von erschlichener Corona-Soforthilfe Gold im Wert von 25.000 Euro gekauft haben soll. Gegen den Mann und weitere sechs Beschuldigte besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs, teilte die Staatsanwaltschaft Kleve mit. Bei ihren Ermittlungen durchsuchten Polizisten demnach seit Mittwoch sieben Wohnungen und drei vermeintliche Geschäftsräume am Niederrhein.

Die Beschuldigten sollen in betrügerischer Absicht bei den Behörden angegeben haben, sie hätten als Gewerbetreibende durch die Corona-Pandemie Liquiditätsengpässe erlitten. Auf diese Weise erschlichen sie sich dem bisherigen Ermittlungsstand zufolge Corona-Soforthilfen in Höhe von 9000 beziehungsweise 15.000 Euro.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um fünf Deutsche, eine Libanesin und eine Rumänin im Alter von 22 bis 81 Jahren. Hinweise auf die Taten erlangten die Ermittlungsbehörden durch entsprechende Verdachtsanzeigen der Banken. Bei den auch am Freitag noch andauernden Durchsuchungen fanden die Beamten auch Bargeld.

mik/dpa
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