Protestbewegung Occupy-Camp in Hamburg aufgelöst

Das älteste Camp der Occupy-Bewegung ist aufgelöst. Am Montag räumte die Hamburger Stadtreinigung das Lager in Hamburg. Mehr als zwei Jahre hatten die Demonstranten in der Hansestadt ausgeharrt.

DPA

Hamburg - Die Demonstranten des Hamburger Occupy-Camps müssen ihre Anlage verlassen, die Stadtreinigung hat das Gelände am Montag geräumt. Die Aktion verlief nach Angaben der Polizei und des Bezirksamts Mitte weitestgehend friedlich.

Die Proteste der Occupy-Bewegung hatten im Herbst 2011 von New York aus Millionen Demonstranten rund um die Welt mobilisiert - und waren danach abgeebbt. Sie waren eine Antwort auf die 2008 ausgelöste, weltweite Finanzkrise und ein Protest gegen die Macht von Banken sowie gegen soziale Ungerechtigkeit.

Seit November 2011 hatten die Demonstranten in der Hamburger Innenstadt ausgeharrt. Wie einer von ihnen berichtete, war das Hamburger Camp das letzte von weltweit Hunderten Anlagen. Anderswo gebe es nur noch sporadisch ein Zelt als Mahnwache. Am Finanzplatz Frankfurt war das Occupy-Camp schon im Sommer 2012 geräumt worden.

cte/dpa



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donnerfalke 06.01.2014
1. Typisch
Hier wird eine superkurze Zeile dazu geschrieben, dagegen über Putin und Proteste in Sotschi ein ganzer Artikel. Und, was hat denn dieses friedliche Demo in unserer "Demokratur" gebracht? Merkel hat alle angelogen dass friedliche Demos immer gehört werden.
fussball11 06.01.2014
2.
Zitat von donnerfalkeHier wird eine superkurze Zeile dazu geschrieben, dagegen über Putin und Proteste in Sotschi ein ganzer Artikel. Und, was hat denn dieses friedliche Demo in unserer "Demokratur" gebracht? Merkel hat alle angelogen dass friedliche Demos immer gehört werden.
Weil wir die Guten sind und die anderen die Bösen. In Russland müssen wir die dortigen "Minderheiten" schützen, bei uns "beseitigen" So wie wir für die Rechte der Homosexuellen in Russland eintreten so dulden wir die Verfolgung von Homosexuellen in der EU , siehe Rumänien, Bulgarien und andere Mitgliedsstaaten der EU. Was in Hamburg asoziales Pack ist, ist in Moskau eine Blüte der freiheitlichen Demokratie. Die Leute schlucken es, also sind sie auch selber Schuld. Was der Muhizin von seinem Turm predigt das glauben die Menschen - das ist in Kabul nicht anders als in Berlin.
mm71 06.01.2014
3.
Zitat von donnerfalkeHier wird eine superkurze Zeile dazu geschrieben, dagegen über Putin und Proteste in Sotschi ein ganzer Artikel. Und, was hat denn dieses friedliche Demo in unserer "Demokratur" gebracht? Merkel hat alle angelogen dass friedliche Demos immer gehört werden.
Wieso? Das Camp stand dort 2 Jahre, geduldet trotz Missachtung etlicher Vorschriften, für die Ottonormalsteuerzahler längst heftigst zur Kasse gebeten worden wäre. Also, was auch immer an Messages innerhalb von 2 Jahren nicht gehört wird, das wird auch in den nächsten 10 jahren nicht gehört werden. Dass das Camp etlichen umlioegenden Geschäften übrigens Arbeitsplätze gekostet hat, blenden wie Weltverbesserer auch gerne aus. Das ganze war am Ende auch nur noch eine Ego-Tour ohne Rücksicht auf andere. Interessiert hat sich für das Camp sowieso schon längst niemand mehr, bekanntlich die Höchststrafe für Aktivisten. Vielleicht erstmal bei Femen in die Lehre gehen.
Blaumilchvor, 06.01.2014
4. Das mag gut gemeint sein aber ist es denn ausreichend?
Ein 15-Zeiler ist es wert! Warum wundern sich Politiker und Polizei eigentlich über gewaltsame Ausschreitungen um die Rote Flora von einer Handvoll übrig gebliebener Streiter? Wo die Kriminellen sitzen, wissen Sie es?! Was friedliche Proteste heute doch noch alles bewirken! Das wird alles von bleibenden Wert sein und Generationen von Schaulustigen in Erinnerung bleiben, auf jeden Fall bis Morgenl! Scheinbar wartet man ab bis sich die Gruppen radikalisieren und losschlagen um sie dann anzuprangern. Das alles dafür, die etablierte Seilschaften und deren Klüngel zu legitimieren. Wie friedlich presst man dieses System doch aus, nur um den Rechtsstaat zu verteidigen. Lachen keimt auf! Wir verkaufen gerade unsere wichtigsten Einheiten! Die Freiheit, die soziale Gerechtigkeit! Ach was! Das hat es noch nie gegeben! Interessant das man sich um diese zivilisatorischen Errungenschaften immer wieder streiten muss, i.d.R. dort wo ungleiche Gegner aufeinander treffen. Die einen wissen ihren Vorteil zu nutzen, die anderen müssen weichen und das Volk guckt Frau Merkel andächtig bei der Bildung der Merkel-Raute zu. Ein Jahrhundertereignis, ein Kunstwerk von bleibender Schönheit! Nützlich auch für den unter Mindestlöhner, dieser kann das auch ohne viel Aufwand selbst nachmachen, Sozialleistungen werden dadurch nicht gekürzt! So einfach und klar, so verständlich und fürsorglich ist diese Botschaft und war Demokratie noch nie! Menschen der unteren Einkommensgruppen werden wieder auf die Straßen gehen und gegen Mindestlöhne demonstrieren weil sie befürchten dadurch ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Sie brauchen ja wirklich nicht viel, dass wissen die Politiker und Wirtschaftsweisen, die Fachleute aus der Wirtschaft und lassen sich breitschlagen dem Drängen dieser Menschen nachzugeben... Sie Helden neuer Zeit gebührt unser aller Respekt! Führt die Zwangsarbeit für diese Vielen wieder ein damit diese Menschen glücklich werden können...
Arbeitsstation 06.01.2014
5. Leerstand
welches Camp, in einem Camp leben doch Menschen, dieses Camp war keines, es stand fast immer leer
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