Ölgipfel Glos hofft auf positives Signal

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zieht nach dem Ölpreis-Krisengipfel in Dschidda ein positives Fazit. Er rechne damit, dass die Ergebnisse des Treffens die Entwicklung des Ölpreises bremsen könnten.


Dschidda - "Ich gehe davon aus, dass von dieser Konferenz ein deutliches Signal an die internationalen Ölmärkte ausgeht, das zu einer Beruhigung der Preisentwicklung beitragen kann", sagte Glos nach Angaben seines Sprechers. Er sei "sehr froh, dass diese Konferenz stattgefunden hat, dass man sich vereinbart, die Gespräche zwischen den großen Ölförder- und den großen Ölverbraucherländern fortzusetzen, und dass man vor allen Dingen auch mehr Transparenz versprochen hat", sagte der CSU-Politiker dem "Bericht aus Berlin" der ARD.

Glos dankte dem saudi-arabischen König Abdullah dafür, dass der eine Ausweitung der Erdölproduktion in seinem Land angekündigt habe. "Ich hoffe, das ist ein positives Signal, aber auch eine Aufforderung an andere Ölländer, Gleiches zu tun." Es gebe keine Gewinner, wenn man die Weltwirtschaft durcheinanderbringe.

Saudi-Arabien habe bis Ende 2009 eine Erhöhung seiner täglichen Fördermenge auf 12,5 Millionen Barrel in Aussicht gestellt, erklärte Glos. Er sei sich mit seinen Ministerkollegen darin einig, dass das Problem der spekulativen Einflüsse auf die Preisbildung durch mehr Transparenz angegangen werden müsse. Auch eine härtere Regulierung sei denkbar.

cis/dpa/AP

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