Die deutschen Mineralölunternehmen erwarten für die Zukunft niedrigere Benzinpreise als in diesem Jahr - obwohl zum 1. Januar eine Verteuerung um sieben Pfennig je Liter durch die dritte Stufe der Ökosteuer ansteht.
Berlin - "Der Verbraucher kann im kommenden Jahr bei Sprit und Heizöl mit Preisen auf einem gemäßigteren Niveau rechnen", so BP-Sprecherin Claudia Braun gegenüber der "Berliner Zeitung". Grund für die günstigen Prognosen der Konzerne ist die Entspannung am Rohölmarkt. Sowohl Shell-Sprecher Rainer Winzenried als auch TotalFina-Elf-Sprecher Thomas Schalberger sagen dem Bericht zufolge für 2001 einen durchschnittlichen Rohölpreis von 22 bis 25 Dollar je Fass (159 Liter) voraus. "Dann würde der Benzinpreis um die Zwei-Mark-Grenze pendeln", erklärte Schalberger.
Wegen des Steueranteils von 72 Prozent könne Benzin aber kaum billiger als 1,90 Mark werden. In diesem Jahr war der Preis für einen Liter Normalbenzin zwischenzeitlich auf 2,07 Mark geklettert.
BP und Shell kündigten an, dass die Benzinsorten Normal und Super zum 1. Januar 2001 weniger als zwei Mark kosten werden. Trotzdem erwartet Schalberger am Wochenende einen "dramatischen Ansturm" auf die Zapfsäulen, da viele Autofahrer noch vor der Preiserhöhung tanken wollten.
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