Folge des Corona-Stillstands Ölpreis sinkt auf tiefsten Stand seit November 2002

Mit dem Stillstand der Wirtschaft sinkt auch der Energieverbrauch, hinzu kommt der Preiskampf unter den Produzenten. Die Folge: Erdölverkäufer haben dieser Tage einen schweren Stand.
Ölförderung: Bis zu acht Prozent Verlust

Ölförderung: Bis zu acht Prozent Verlust

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Danny Lawson/ dpa

Die Ölpreise sind zum Wochenstart wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie deutlich gefallen. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent ist dabei so billig wie seit November 2002 nicht mehr. Damals hatten die Ölpreise infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 unter Druck gestanden. Auf der Angebotsseite herrscht aktuell zudem ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland, der die Ölpreise zusätzlich belastet.

Der Brent-Preis fiel am frühen Montagmorgen um bis zu knapp acht Prozent auf 23,03 Dollar und konnte sich zuletzt nur etwas auf 23,50 Dollar erholen. Damit gab der Kurs für Brent-Öl seit dem 24. Februar, als die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Finanzmärkte voll erfasst hat, um knapp 60 Prozent nach.

Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel zu Handelsbeginn am Montag um bis zu 7,4 Prozent auf 19,92 Dollar und rutschte damit wie schon einmal im Corona-Crash unter die Marke von 20 Dollar. Zuletzt kostete ein WTI-Barrel mit 20,52 Dollar noch gut 4,5 Prozent weniger als am Freitag. Das Minus des WTI-Preises seit dem Start des Corona-Crashs summiert sich auf etwas mehr als 60 Prozent.

mik/dpa-AFX
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